Faszination Buddeln?

Minecraft ist in in Gamerkreisen ja schon seit einer ganzen Weile in aller Munde und hat sich trotz anhaltendem Beta-Status – der „richtige“ Release soll erst im November diesen Jahres kommen – bereits millionenfach verkauft. Ich persönlich habe von einiger Zeit lediglich eine Demoversion ausprobiert und fragte mich: „Was finden alle an diesem Spiel?“ Okay, es macht tatsächlich erstmal eine Menge Spaß, völlig frei in einer zufallsgenerierten Welt zu buddeln und zu bauen, aber was kommt danach, wenn man immer größer und weiter und hochwertiger gebaut hat, jede Stufe des (Quasi-)Tech-Trees durchlaufen hat? Momentan nicht viel. Es gibt ein paar Kühe hier, ein paar Schafe dort, in der Nacht trifft man auch mal auf Feinde, aber der große Abenteuer-Faktor fehlt. Dies soll sich allerdings mit dem sogenannten „Adventure-Update“ – welches aber noch einige Zeit auf sich warten lassen wird – ändern. Das Spiel soll mit mehr Inhalt und wirklichem „Spiel“ gefüllt werden und nicht mehr die bloße Lego-Sandbox sein. Wenn es also Richtung Release geht, könnte Minecraft tatsächlich großartig werden.

Ein Spiel, das in der Abenteuer-Hinsicht bereits jetzt einige Schritte weiter ist, ist Terraria. Der 2D-Bruder vom großen Minecraft enthält unzählige interessante Dinge, die entdeckt werden wollen – und zwar auch neben dem Buddeln, Bauen und Craften. Zahlreiche Dungeons, (Boss-)Feinde, Itemkisten, Events (z.B. kam bei Blutmond ein spezieller Zombie – „The Groom“ – an unser Haus und seit dem kurzen Kampf mit diesem trägt meine Verlobte dessen Zylinder als Trophäe) etc. gibt es zu erleben und es soll mit kommenden Content-Updates noch viel mehr werden. Somit kamen bei mir (uns) innerhalb von 3 Tagen bereits über 20 Stunden Spielzeit zusammen. Ein Kunststück, das schon lange kein Spiel mehr vollbracht hat. Terraria weiß zu fesseln und lässt einen die Zeit zum Teil völlig vergessen. Da wollte man eigentlich schon ins Bett gehen, findet dann aber doch noch einen Höhleneingang tief unter der Erde, dort neue Rohstoffe, mit denen man sich neue Items bauen kann, die man dann natürlich nochmal kurz (jaja… kurz) ausprobieren will und schon sind wieder 2-3 Stunden dahin.
In Kürze soll das Update 1.0.6 für Terraria erscheinen und einiges am Balancing, dem Schwierigkeitsgrad und dem Interface ändern (hoffentlich dadurch auch verbessern, ich bin bei manchen Sachen noch etwas skeptisch), um so das große Content-Update 1.1  mit neuen Bossen, Gegnern, Gegenständen und sogar Klimazonen vorzubereiten. Insgesamt wollen die Entwickler das Spiel „more RPG“ machen, wie auch im aktuellen Developer-Blogeintrag nachzulesen ist.

Die Faszination an diesen „Sandbox-Digging-Games“ ist also nicht unbedingt das Buddeln selbst, sondern die Verbindung mit vielen spannenden Inhalten, die das Buddeln auch auf Dauer lohnenswert und spaßig machen. In diesem Sinne: Ich gehe dann jetzt erstmal in den Untergrund-Jungle und suche mir Rohstoffe für mein neues Schwert. 😉

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One Response to Faszination Buddeln?

  1. Rattatui sagt:

    Ich liebe das Spiel. Danke für den Tipp damals. Ich war ja auch sehr skeptisch, da ich zwar durchaus ein Fan von seltsamen Spielen bin, aber oft doch Probleme mit dem Reinfummeln habe (bei Dwarf Fortress bin ich sogar am Startmenü gescheitert :D).

    Aber es ist wirklich immer wieder spannend sich durch Höhlen zu Buddeln, Häuser zu bauen und Schatztruhen zu öffnen. Noch ist es sehr motivierend und ich bin gespannt, ob es mich auch weiterhin fesseln wird.

    Bosskämpfe hatte ich bisher noch keine. Genauso auch keines dieser speziellen Events. Aber ich renne ja auch noch immer mit Eisenhelm, Brille und Speer durch die Gegend und fälle die Bäume mit ner Holzaxt. 😀

    Hmmm… ich bin mal wieder spielen und meinen Turm ausbauen. 🙂

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