Ludomedia #41

September 11, 2017

Ludomedia

Lesens-, hörens- und sehenswerte Fundstücke aus der Welt der Spiele.


Benjamin Cribb: How System Discovery Culture Progresses

  • „Better understanding the common or competing structures of game design theories will help us to be more diligent in crafting these theories, and reduce confusion while debating them.“

Joost van Dongen: The requirements of good matchmaking

  • „Because it’s usually impossible to achieve all matchmaking goals simultaneously, you need to think about how important each of them is. Especially waiting times suffer when you make other requirements more important.“

Keith Burgun: Clockwork Game Design Podcast Episode 41

  • „Maybe there are […] formal, testable, true, absolute qualities of what is beautiful. […] And my work is mostly in how to make ‚better‘ systems. […] However, […] I think that art also has another purpose of connecting. It’s saying: Hey, I see the world this way.“

Kevin Murphy: Does Inventory Management Ruin RPGs?

  • „I find that in many RPGs I spend about half my time (or at least far too much of it) considering what to loot, reading item descriptions, going back and forth between different gun stat listing to weigh the pros and cons of changing my primary weapon, and generally not playing the game!“

Raph Koster: Consent Systems

  • „To host a multiplayer virtual environment is to host and govern a space, and there are no shortage of models precisely because spaces are where we normally live.“
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Game-Design-Maxime: Transparenz

August 8, 2017

Ein transparentes Spiel lässt sich von seinen Spielern in Gänze erfassen – zumindest was die Mechanik betrifft. Es versteckt seine Regeln nicht in einer „Blackbox“ oder hinter gigantischen Formeln, sondern generiert Herausforderungen durch strategisch-systemische Tiefe. Im Folgenden soll erläutert werden, welche Spiele nicht daran vorbeikommen, dem Design-Leitsatz der Transparenz zu folgen und welche Eigenschaften sie sich dabei konkret zunutze machen können.

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Ludomedia #40

Juli 31, 2017

Ludomedia

Lesens-, hörens- und sehenswerte Fundstücke aus der Welt der Spiele.


Adrian Forest: How Not To Talk About Game Engines

  • „I’ve historically had to show game development students Unity showreels and other compilations to demonstrate the diversity of games made with the engine, and by extension, how little the use of an engine tells anybody about the game itself.“

Extra Credits: How Games Speak

  • „No matter what we do as developers, our games will speak to our players. And it’s our job, our challenge, to find things worth saying.“

Keith Burgun: Interview with Greg Street

  • „Anyway, I got a chance to chat with Greg about the theory [of input randomness] and how it maybe should, or could apply to League.“

Nikhil Murthy: Mechanical Foreshadowing

  • „Mechanical foreshadowing is a design tool that can be used in a wide variety of games and should help with reward cadences and the impact of twists in your game.“

Patrick Lemon: Why Make Games

  • „The structure of games reflects how we approach science and supports that understanding. […] You’re teaching people how to analyze and understand systems. […] In a way you could call that learning to learn.“

„Kulturell wertvoll“: Spiele und ihre Botschaften

Juli 11, 2017

Regelmäßig werden Videospiele als das „Leitmedium unserer Zeit“ bezeichnet. Möglicherweise sind sie auch die Lehrmethode der Zukunft, auch wenn (oder gerade weil) sie in dieser Hinsicht momentan noch weite Teile ihres gigantischen Potenzials verschenken. So oder so kommt die Politik langsam aber sicher dahinter, dass sie Games nicht dauerhaft ignorieren können wird. Im Gegenteil: Fördern will sie „hochwertige“ und „kulturell wertvolle“ Computerspiele. Was das allerdings konkret inhaltlich zu bedeuten hat, wird gerne einmal im Unklaren gelassen.

Da stellt sich natürlich sogleich die Frage, was Spiele denn eigentlich aussagen – und zwar vor allem, wenn sie dies tatsächlich durch ihr zentrales Merkmal, die Interaktion, tun. Natürlich können sie sich darüber hinaus auch unzähliger Bedeutungsebenen bedienen, wie sie in anderen Kunstformen vorkommen: Dialog, Text, Musik, Architektur, Zwischensequenzen. Doch was sagt ein Spiel an sich als interaktives System aus?

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Ludomedia #39

Juli 6, 2017

Ludomedia

Lesens-, hörens- und sehenswerte Fundstücke aus der Welt der Spiele.


Keith Burgun: Interview with James Lantz

  • „[James Lantz] was for me most notably a designer on Invisible Inc., a really interesting X-Com-ish tactical strategy game, and Mercury, a small indie Rogue-like game that really boiled down how Rogue-likes work in the smartest way I’ve ever seen.“

Raph Koster: The best posts of the last five years

  • „And lastly… despite my feeling I am hardly posting anything, this is a pretty nice list for five years!“

Thomas Grip: The Complexity Fallacy

  • „The player doesn’t play a game based on what happens in the computer, they play it based on what happens in their head. Any feature that doesn’t have a mental representation might as well not exist. […] In games, if a tree falls and nobody hears it, it is a feature you should cut.“

Wolfgang Walk: Unter der Betondecke regt sich was

  • „Wir haben ein Zeitfenster von vielleicht, optimistisch geschätzt, zwei Jahren. Wenn sich bis dahin nichts Entscheidendes getan hat, um die Lücke zu schließen zwischen einer talentierten und international denkenden Indie- bis maximal AA-Entwicklerlandschaft einerseits, und Dutzende Millionen verschlingenden AAA-Produktionen andererseits, dann wird die nächste Gelegenheit lange auf sich warten lassen.“

Wolfgang Walk: Games go Gutenberg

  • „Das Kunstformat, welches das nicht-autoritäre Versprechen des offenen Kunstwerks von seiner ganzen Wesenheit her einzulösen vermag, ist – natürlich, möchte man fast sagen – das Computerspiel: nicht jedes Game schafft es, das Versprechen einzulösen, aber jedes hat die strukturellen Möglichkeiten.“

 


Slowtalk Teil 2 – Ein Ruf nach Transparenz

Juni 23, 2017

In der zweiten Hälfte unseres Slowtalks widmen wir uns noch einmal konzentriert der Frage, aus welchen Gründen eine Spielmechanik denn nun als „veraltet“ bezeichnet werden könnte und ob das wirklich in jedem Fall gegen selbige sprechen muss.

Gegen Ende hin breche ich in diesem Kontext auch eine Lanze für einen heute leider vielerorts in Vergessenheit geratenen Design-Grundsatz:

Was mir bei vielen modernen Spielen grundlegend fehlt, ist die Transparenz. Sie nutzen ihre technologische Ausgereiftheit recht maß- und sorglos. Das geht auf Kosten der Klarheit der Regeln. Ich bewege einen Charakter aus zigtausend Polygonen mit ineinander fließenden Animationsphasen durch einen kontinuierlichen dreidimensionalen Raum. Ich ziele mit Schusswaffen in Ebenen aus praktisch unendlich vielen Punkten hinein und kann zu genauso vielen Zeitpunkten abdrücken. Die Bandbreite möglicher Aktionen ist alles, nur nicht diskret (wobei viele davon zuweilen kaum bis gar nicht relevant sind). Durch diese vermeintliche Freiheit verlieren meine konkreten Entscheidungen ein Stück weit an Identität. Wirklich präzise Eingaben sind praktisch unmöglich und die komplexen Berechnungen im Hintergrund ohnehin eine Blackbox. Aus „dort hin“ wird „ungefähr dort hin“. Aus „zu genau diesem Zeitpunkt“ wird „ungefähr dann“. Aus durchdachtem Vorgehen wird reine Reaktion. Statt intrinsisch motiviertem iterativem Lernen stehen die Reise durch den Content und das gefühlsmäßige Erleben im Vordergrund.

Passend dazu sei an dieser Stelle noch einmal Soren Johnsons Vortrag von der GDC 2014 empfohlen.


Slowtalk: Veraltete Spielmechanik

Juni 20, 2017

Drüben auf Spielkritik.com (das übrigens jeder, der diese Worte liest, in seinem Newsfeed haben sollte) gibt es ab sofort den ersten Teil eines neuen Slowtalks zum Thema „Veraltete Spielmechanik“ zu lesen. Sylvio Konkol führt durch die über etwa zwei Wochen hinweg entstandene Diskussion unter Beteiligung von „Frühstückszocker“ Patrick Pohsberg, Pascal Wagner von Indieflock.net sowie meiner Wenigkeit.

Zu Beginn belauern wir das Thema aus diversen Richtungen: Braucht es eine manuelle Kamerasteuerung? Ist die Ubisoft-Formel nun modern oder überholt? Erziehen Spiele uns zu Fleißarbeitern? Und was hat der Kern einer Spielerfahrung mit „fortschrittlicher Mechanik“ zu tun?


Ludomedia #38

Juni 3, 2017

Ludomedia

Lesens-, hörens- und sehenswerte Fundstücke aus der Welt der Spiele.


Arnold Rauers: Creating tension in Card Thief

  • „Different mechanics that feed into one core experience can create a rather strong feeling for the player, no matter how abstract they are in the end.“

Ethan Hoeppner: Plan Disruption

  • „A good pattern to follow is the spiky information flow, in which high-impact information is collected into discrete spikes that happen at regular intervals, with a slow, regular flow of information between the spikes. Carefully considering the way information is introduced, and how that impacts the player’s ability to form plans, is essential to designing a good strategy game.“

Keith Burgun: Incremental Complexity

  • „There seems to be this inherent conflict between accessibility and depth in strategy games in particular. […] The fact is that games just need to be pretty complicated to avoid being solvable. So if simplifying isn’t the answer, then what is?“

Thomas Grip: The SSM Framework of Game Design

  • „The System space is where all of the code exists and where all of the game simulations happen. […] Story, as explained in this previous post, is what gives context to the things that happen in System space. […] It is when the Story and System space are experienced together that a Mental model is formed.“

Thomas Grip: Planning – The Core Reason Why Gameplay Feels Good

  • „For too long, game design has relied on the planning component arising naturally out of ’standard‘ gameplay, but when we no longer have that we need to take extra care.“

Review: Race for the Galaxy

Juni 2, 2017

Den moderne Kartenspiel-Klassiker Race for the Galaxy gibt es jetzt auch für iOS und Android. Mein Review steht bei der AppGemeinde.


Ludomedia #37

Mai 22, 2017

Ludomedia

Lesens-, hörens- und sehenswerte Fundstücke aus der Welt der Spiele.


Anisa Sanusi: Dark Patterns – How Good UX Can Be Bad UX

  • „Dark Patterns are ultimately a cynical, yet working, method for developers to make quick cash. It’s a short term solution to a financial problem that yields little to no trust from your player base.“

Keith Burgun: Against score systems

  • „Thinking of your game in terms of points, and these short loops of getting points, I think lends itself to a game that repeats many short arcs. […] The inherent nature of ‚gathering points‘ is, perhaps, less suited for a strategy game than for a contest.“

Lars Doucet: What I learned playing „SteamProphet“

  • „Each week, dozens of indie games release on Steam, and the vast majority of them will make very little money. And if you don’t get that initial boost of traction, Steam’s discovery algorithms are unlikely to lift you out.“

Michael Ardizzone: Tension and Interesting Decisions

  • „Intuition can take us pretty far, since we all have plenty of experience with tough choices we’ve had to make throughout our lives, in games and out. But the structure of these choices, and how to design such choices in a controlled environment like a game, is seldom discussed in much detail.“

Sid Meier: Designer Notes 26 (Interview)

  • „There’s the whole idea of do you reward mindless clicking, or do you reward intelligent play. I think we said both [in CivWorld], and I think that upset the intelligent players.“