Fundamentale Konflikte moderner Videospiele

July 11, 2013

BurgunianForms
(Keith Burguns Kategorisierung interaktiver Systeme.)

Warum?

Obige Unterteilung interaktiver Systeme soll vor allem den Erschaffern derselben, aber auch allen anderen ernsthaft √ľber solche Systeme Nachdenkenden, dabei helfen, spezifische Systeme an spezifischen Kriterien zu messen. Das Ziel ist die Fokussierung auf die ganz verschiedenen Eigenschaften bestimmter Interaktionsformen, um so langfristig wertvolle interaktive Kunstwerke gestalten zu k√∂nnen. In unserer heutigen digitalen Spielelandschaft wird zumeist keinerlei Wert auf eine Unterscheidung auf fundamentaler Ebene gelegt. Entwickler werfen wild alle m√∂glichen Elemente, “die man in Videospielen nun mal hat”, zusammen und den Kritikern bleibt nichts, als diese Hybridsysteme dann auch an zumeist v√∂llig willk√ľrlichen Ma√üst√§ben zu bewerten. Es w√§re m√∂glich, dass wir schlicht und ergreifend noch nicht gelernt haben, die Systeme vern√ľnftig zu kombinieren und die entstehenden Mixturen zu analysieren. Allerdings sind die grunds√§tzlichen Werte, die von besagten Systemen produziert werden, derart verschieden, dass es unm√∂glich scheint, sie jemals unter einen sinnvolleren gemeinsamen Hut als den v√∂llig unfokussierten und f√ľr die meisten Menschen unmittelbar wahllos wirkenden “Tu dies, dann tu etwas v√∂llig anderes, dann wieder dies, dann vielleicht nochmal was ganz Neues…”-Ansatz zu bekommen.

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