Push the Lane auf Kickstarter

April 25, 2017

Keith Burgun sammelt Geld für ein neues Projekt auf Kickstarter: Push the Lane ist eine innovative Mischung aus Roguelike, MOBA und Puzzlespiel. Und darüber hinaus natürlich ein schönes Beispiel angewandter Game-Design-Theorie.

Definitiv anschauen! Gegebenenfalls unterstützen und/oder teilen!

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Auro auf Steam

April 13, 2016

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Endlich ist Auro: A Monster-Bumping Adventure, das wohl beste Videospiel der letzten Jahre, auch für den PC erhältlich. Die Steam-Version des taktischen Dungeon-Crawlers, der an dieser Stelle bereits vor einiger Zeit ausführlich besprochen wurde, bringt gegenüber der Mobile-Variante einige Neuerungen mit. So ist die Pixelgrafik deutlich hochauflösender, das UI wurde zur Ausnutzung des Widescreen-Formats überarbeitet und auch einige hochinteressante Regeländerungen haben ihren Weg in Version 2.0, die in Kürze auch auf iOS und Android verfügbar sein wird, gefunden.

Bitte kaufen und der Welt mitteilen, dass gutes Gameplay mehr Wert ist als audiovisuelles Spektakel und zwielichtige Suchtmechanismen!


Ludomedia #17

Oktober 12, 2015

Ludomedia

Lesens-, hörens- und sehenswerte Fundstücke aus der Welt der Spiele.

Aktuelles

Brandon Rym DeCoster & Scott Rubin: Sports are Games

  • „Some eSports aren’t sports!“

Clint Miller: Your Game Has More Rules Than You Think

  • „Every new card is a new rule. Every new rule moves you further away from elegance. A less elegant game is harder to balance and difficult to learn.“

Jair McBain: What design lessons can we learn from Crossy Road?

  • „Put plainly, Crossy Road makes use of brilliant design practice bundled into one experience where it can shine.“

Keith Burgun: My League of Legends Suggestions

  • „It seems like maybe Riot thinks “the important thing” is getting the last hit, when actually the important thing was being in that space choosing to do that thing and controlling the space long enough to get it done.“

Tevis Thompson: The Existential Art

  • „Even in their lightest moments, videogames offer no escape from reality. For what escape can be had? There’s no escaping life, no escaping ourselves, no escaping the end that is coming for us. But if videogames cannot offer an escape from reality, what they can offer is an escape further into reality. Into the reality of striving and failure, of mastery and mystery, of lives and ends.  Into the reality of ourselves. How far are you willing to go?“

 


Auro: Ein Design wie ein Uhrwerk

Februar 21, 2015

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Nach mehr als vier Jahren in der Entwicklung ist das Ende letzten Jahres bereits für Android erschienene Auro: A Monster-Bumping Adventure von Dinofarm Games (100 Rogues) nun auch für iOS verfügbar. Unzählige Design-Iterationen hat der Titel mittlerweile durchlaufen. Aus dem minimalistischen Roguelike von einst ist ein fundamental neuartiges Spielprinzip entstanden. Nun versucht der rundenbasierte Taktik-„Schubser“, für dessen Regelwerk primär Game-Design-Vordenker Keith Burgun verantwortlich zeichnet, also gleich in mehrfacher Hinsicht die Gaming-Landschaft zu revolutionieren. Ob das auch gelingt, soll im Folgenden auf Basis mehrjähriger Betatest-Erfahrungen und insgesamt tausender Partien, davon zighundert seit dem offiziellen Release, beurteilt werden.

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Ludomedia #9

November 25, 2014

Ludomedia

Lesens-, hörens- und sehenswerte Fundstücke aus der Welt der Spiele.

Aktuelles

3 Minute Game Design

  • Keith Burgun präsentiert in seiner neuen Video-Reihe (mit Patreon-Unterstützung) progressive Game-Design-Konzepte in gerade einmal gut dreiminütigen „Happen“. Die ersten drei Episoden haben bereits viel Zuspruch erhalten und dürften die bislang zugänglichste Einführung in seine Philosophie und allgemein in die ernsthafte Game-Design-Theorie darstellen. Unbedingt reinschauen!

F2P games are no longer listed as ‚Free‘ in Apple’s app stores

  • Alex Wawro weist auf eine kleine, aber feine Änderung im iOS App Store hin. „Free-to-play“-Spiele werden nun nicht mehr als „free“ (beziehungsweise im Deutschen „gratis“) präsentiert, sondern mit dem Schlagwort „get“ („laden“). Auch wenn dies auf den ersten Blick ziemlich unbedeutsam wirken mag, könnte es doch langfristig zur Aufklärung über die psychologisch ausgefeilten Werbemethoden der F2P-Industrie beitragen.

How Important is „Clean“ Gameplay?

  • Keaton White stellt interessante Überlegungen bezüglich der Eleganz und Fokussiertheit von Spielsystemen an. Dabei unterscheidet er „saubere“ (auf einen klaren spielerischen Kern ausgerichtete) und „unsaubere“ (mit vielen eher lose verknüpften Mechanismen) Spiele und kommt zum Schluss, dass eine saubere Kernmechanik die Basis eines jeden guten Spiels ist und es ohne diese gar nicht möglich ist, weitere Mechanismen hinzuzufügen, ohne die Spielerfahrung vollkommen zu verwässern.

The Evolution of Videogame Design

  • Chris Crowell lädt Patrick Holleman und Mike Breault ein, über einige historische Meilensteine in der Geschichte des Videospiel-Designs zu sprechen. Das ist oberflächlich, allerdings hin und wieder auch recht interessant. Erfreulicherweise lässt der Part über die Moderne („Set-Piece“-Design) durchaus einige implizite Kritik an den maßlosen Produktionsweisen der AAA-Industrie anklingen.

Thoughts on the 2014 Practice: Game Design in Detail Conference

  • Keith Burgun berichtet über seinen Besuch der diesjährigen Practice-Konferenz. Wie fast immer gab es unter den eher wenig revolutionären Vorträgen auch einige Highlights. Gespannt sein darf man in den nächsten Wochen unter anderem auf die Beiträge von Jonathan Blow und Asher Vollmer (Threes!).

Aus dem Archiv

Want To Hook Your Users? Drive Them Crazy.

  • Nir Eyal beschrieb 2012 die Wirkweise von Skinner-Box-Spielen und randomisierten Belohnungsintervallen. Dabei wird die Hinterhältigkeit dieser Systeme sehr deutlich: Sie nutzen die Lust am Lernen im Streben des menschlichen Verstandes nach Ordnung und dem Erkennen von Mustern aus. Ist allerdings tatsächlich eine gehörige Portion Zufall, und damit Chaos, im Spiel, ist dieses Bedürfnis nie wirklich zu befriedigen. Der Spieler wird mit scheinbarer Tiefe gelockt und letztlich ausschließlich mit Vergeblichkeit belohnt.

Ludomedia #8

November 6, 2014

Ludomedia

Lesens-, hörens- und sehenswerte Fundstücke aus der Welt der Spiele.

Aktuelles

All Due Respect: Press F for Farce

  • Andrew Vestal erläutert kleinteilig, warum diese Szene aus dem neuesten Ableger der Call-of-Duty-Reihe zu den lächerlichsten gehört, die jemals in Videospielen zu sehen waren.

‚Reclaiming my soul‘, or ‚Why I quit making free-to-play mobile games‘

  • Caryl Shaw spricht Probleme des „Free-to-play“-Geschäftsmodells so direkt an, wie es leider nur sehr selten der Fall ist. Sie habe während ihrer Zeit in der F2P-Industrie zum Teil nachts nicht schlafen können, weil es sich derart falsch angefühlt habe. Sie wolle endlich wieder „vollständige“ Spiele machen, die einer kritischen Analyse standhalten und von den Spielern ohne bitteren Beigeschmack genossen werden können. Eine schöne Erkenntnis ganz im Sinne der Kunst.

Smash Bros: What Makes a Party Game?

  • Ludite Sam erklärt, was ein gutes „Partyspiel“ auszeichnet, warum das gar nicht so weit von einem „guten Spiel“ entfernt sein muss und wie sich Nintendo (insbesondere mit Mario Kart und Super Smash Bros.) in diesem Bereich schlägt. Dabei geht er auch auf den Unsinn ein, der hinter „Catch-up“-Mechanismen steckt und hinterfragt die Idee, dass ein Spielen „zum Spaß“ von dem „für den Sieg“ strikt voneinander getrennt werden müssen.

Violence, Part 2: Game Design Ramifications

  • Keith Burgun sprach im ersten Teil vor Kurzem die kulturellen Probleme an, welche die Glorifizierung von Gewalt mit sich bringt. Im zweiten Artikel zum Thema geht es um negative Game-Design-Implikationen, die eine gewalthaltige Thematik häufig nach sich zieht. Da wäre die Direktheit und damit in der Regel auch die Geistlosigkeit der Interaktion. Zudem wird Komplexität und somit Interessantheit – insbesondere beim typischen „Töten“ von Akteuren – im Spielverlauf eher reduziert als aufgebaut. Insgesamt stellt sich eine Gewalt-Thematik darüber hinaus als stark limitierend im Bezug auf die kreative Freiheit des Designs heraus.

Why we can’t have nice things

  • Sam Coster von Butterscotch Shenanigans erläutert anhand persönlicher Erfahrungen, wie das „Free-to-play“-Geschäftsmodell Entwickler und Spieler in einen horrenden Widerspruch zueinander stellt, direkt die potenzielle Qualität des Game-Designs mindert und somit letztlich allen Beteiligten schadet.

Aus dem Archiv

A Study in Transparency: How Board Games Matter

  • Soren Johnson sprach auf der diesjährigen GDC über den in seinen Augen zentralen Unterschied zwischen Brett- und Videospielen: Transparenz. Was können Designer digitaler (Strategie-)Spiele aus dieser Eigenschaft lernen? Wie hängt das Ganze mit Eingabe- beziehungsweise Ausgabe-Zufall (bei Johnson „Pre-Luck“ und „Post-Luck“) zusammen? Und was ist von „90000 Hitpoints“ zu halten? Reinschauen lohnt sich!

Keith Burgun plant Content-Offensive

November 3, 2014


Keith Burgun von Dinofarm Games (100 Rogues, Auro) möchte mit seinem persönlichen Blog in neue qualitative Dimensionen der Game-Design-Theorie vorstoßen. Regelmäßige Veröffentlichungen, die Pflege und Aktualisierung älterer Artikel und eventuell sogar Podcasts und Video-Inhalte sollen die Seite künftig zu einer der primären Anlaufstellen für Entwickler, Kritiker und an der Analyse des Mediums interessierte Spieler machen. Da in einem solchen Projekt einiges an Arbeit steckt, braucht es dazu allerdings ein wenig finanzielle Unterstützung. Diese soll über die Crowdfunding-Plattform Patreon generiert werden.

Neben der vor wenigen Wochen erfolgten Android-Veröffentlichung seines neuesten Designs Auro: A Monster-Bumping Adventure (iOS und PC sollen demnächst folgen) arbeitet Burgun zur Zeit an seinem zweiten Game-Design-Buch. Der Nachfolger von „Game Design Theory: A New Philosophy for Understanding Games“ wird den Titel „Clockwork Game Design“ tragen, im März nächsten Jahres erscheinen und das Design-Paradigma der Konstruktion eines Gameplay-Systems um einen einzelnen Kernmechanismus herum thematisieren.


Ludomedia #7

Oktober 28, 2014

Ludomedia

Lesens-, hörens- und sehenswerte Fundstücke aus der Welt der Spiele.

Aktuelles

Game Design Friday: Gunpoint

  • Ludite Sam spielt im Rahmen seines wöchentlichen Game-Design-Kommentars den Stealth-Puzzler Gunpoint durch und stößt dabei auf einige interessante Aspekte. Selten führte sich ein Spiel derart klar selbst ad absurdum. Das offensichtlichste Beispiel: Gute Ansätze, wie das in Puzzles jeder Art immer sinnvolle unbegrenzte und beliebige „Undo“-Feature, werden wenig später durch eine Unverwundbarkeitsweste zunichte gemacht. Sehenswert!

Go in the New World

  • Frank Lantz geht in seinem Vortrag auf die Gemeinsamkeiten zwischen Go, Fußball und zahlreichen modernen E-Sport-Spielen ein. Sie alle seien primär auf das kreative Denken und die langfristige kompetitive beziehungsweise strategische Robustheit ausgerichtet. Zuletzt wird sogar über die Möglichkeit spekuliert, Go auf ebenso großen Wettbewerbsbühnen wie beispielsweise League of Legends zu inszenieren.

If you’re Playing Games, you’re Already Training your Brain

  • Yannis Patras erläutert, warum Spiele effektiv unser Gehirn trainieren. Leider kratzt der Mini-Artikel dabei nur an der Oberfläche und lässt sich auf einige fragwürdige Äußerungen ein. So sei beispielsweise unter anderem eine „Storyline“ in der Lage, Spielen tausende Stunden an Wiederspielwert zu verleihen, wo doch in Wirklichkeit genau das Gegenteil der Fall ist. Dennoch ist die schon im Titel enthaltene Grundthese vollkommen korrekt und relevant.

Randomness and Game Design

  • Keith Burgun erläutert, warum Strategiespiele deterministisch ablaufen und auf Ausgabe-Zufall verzichten sollten. Er zieht dazu neben dem jedem Gameplay innewohnenden Lernzyklus und der Verfälschung des Feedback-Schritts durch Glücksabhängigkeit auch die Idee der „effektiven Komplexität“ heran: In deterministischen Spielen wirkt sich jede Aktion der Spieler kausal – und nicht bloß chronologisch – auf die nächste und damit auf den aktuellen Spielzustand aus. Somit kann die maximale Anzahl einzigartiger Spielverläufe entstehen, während in zufallslastigen Spielen viele Ereignisse vom Chaos bestimmt sind und daher gar keine Strategie um diese herum aufgebaut werden kann.

Ubisoft’s double bill of delusion

  • John Bain stellt klar, dass Ubisofts Befürwortung von 30 statt 60 Frames pro Sekunde (Stichwort: „cinematic feel“) nichts als Marketing ist. Spiele sind keine Filme. Der Spieler nimmt direkt Einfluss auf die angezeigten Komponenten. Daher spielen sich 60 FPS immer und objektiv besser als 30. Verrückte Idee: Vielleicht sollte es bei Spielen eher um Spielgefühl als Filmgefühl gehen?

Aus dem Archiv

Innovation in game design

  • Richard Bartle, Mit-Autor des allerersten Multi-User-Dungeons (MUD), geht in seinem fast zweistündigen Vortrag gleich auf mehreere fundamentale Fragen ein: Was sind Spiele? Welche Eigenschaften zeichnen sie im Kern aus? Was ist Gameplay? Welche Rolle kommt in der Entstehung dem Game-Design zu? Woran erkennt man einen Game-Designer im Alltag? Dem Design schreibt er dann letztlich auch die primären Innovationsmöglichkeiten in Spielen zu und stellt dabei interessante Vergleiche mit der Filmindustrie und anderen Sparten an.

In aller Kürze

  • Keith Burgun zum Sinn der Idee des idealen Game-Designs: „Issue #1 is understanding good game design principles. That’s something that we all just need to do. Once we understand them, we’re free to break them – consciously – for a good reason.“

Weiterer Gastartikel auf KeithBurgun.net

Oktober 8, 2014

EmpireHeader

Keith Burgun gab mir erneut die Möglichkeit, einen meiner Artikel zu übersetzen und auf seinem Design-Blog zu veröffentlichen: Viel Spaß mit „Why Elegance Matters: The Lifecycle of Games“!

Nachtrag: Der Artikel wurde nun auch auf Gamasutra freigeschaltet.


Ludite Sam rezensiert Auro

Oktober 5, 2014

I want to talk to you about a game where what you do is actually unlike anything else I’ve ever played.

In seiner ausführlichen Analyse des kürzlich für Android erschienenen (bald auch für iOS und PC kommenden) Auro: A Monster-Bumping Adventure geht Ludite Sam auf alle wichtigen Game-Design-Errungenschaften des taktischen Dungeon-Crawlers ein. Der enorm starke Kernmechanismus des „Bumping“ und dessen Verknüpfung zu jedem einzelnen Spielelement wird – unter dem von Lead-Designer Keith Burgun geprägten Begriff des „Clockwork Design“ – ebenso hervorgehoben wie das innovative und durchdachte Scoring-System, das dafür sorgt, dass die spektakulärsten und interessantesten Züge auch stets die spielmechanisch optimalsten sind. Zudem wird die Einzigartigkeit Auros als ernsthaft „kompetitives Single-Player-Spiel“ hervorgehoben. Als solches funktioniert es schließlich nur dank eines Elo-artigen Ranking-Systems, das den Schwierigkeitsgrad stets an die Fähigkeiten des jeweiligen Spielers anpasst.

Wer mehr Details will, sollte unbedingt reinlesen!

In a way, Auro is like a statement: „This is what video games could be.“