Brett-“Spiel” und Video-“Erfahrung”

May 7, 2013

Wieder-Spielen

Wie gesagt: Ein Spiel ist in erster Linie ein System von Regeln. Spiele sind zum (immer wieder erneuten) Spielen gedacht. Eine hohe Wiederspielbarkeit wird bei den besseren Gattungsvertretern dabei entweder durch den geschickten Einsatz von “Input Randomness” (Zufallsfaktoren beim Aufbau bzw. Setup des Spiels) erreicht (z.B. Ascension) oder schlicht durch einen ausreichend gro├čen und interessanten Entscheidungsraum (d.h. es gibt nicht oder zumindest nicht offensichtlich die beste Aktion), der in jeder Partie aufs Neue kreatives Vorgehen forciert oder sogar erfordert (z.B. Puerto Rico). H├Ąufig wird nat├╝rlich auch eine Kombination der beiden eingesetzt (z.B. Eclipse, Pandemic, Small World). Dar├╝ber hinaus darf selbstverst├Ąndlich der Mehrspieleraspekt nicht vergessen werden, allerdings gilt das Beschriebene genauso f├╝r Solitaire- (z.B. Phantom Leader) oder sogenannte “Multiplayer-Solitaire”-Spiele (z.B. Dominion).

Wie die gew├Ąhlten Beispiele schon andeuten: Die klassischen Eigenschaften eines Spiels sind heutzutage insbesondere bei Brettspielen zu finden. Diese sind ihrer Natur nach auf die reine Spielmechanik fokussiert und versuchen, durch eine spezifische Komposition der Gameplay-Komponenten ein robustes System zu erschaffen, das m├Âglichst mit einer Spieltiefe ausgestattet ist, die es lohnenswert macht, dieses System ├╝ber sehr viele Partien – im Idealfall ├╝ber Jahre – hinweg zu ergr├╝nden. Genau dies ist die hohe Kunst des “Gamedesigns“.

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