Project Zomboid: Update noch diese Woche!

August 24, 2011

Lange hat es gedauert, sehr lange. Aufgrund diverser Probleme mit Softwarepiraten, externen Faktoren (Distribution etc.) sowie enormem Aufwand, der in die komplette “Modbarkeit” des Spiels gesteckt wurde (besser jedoch zu diesem relativ frühen Zeitpunkt der Entwicklung als später, denn dann hätte es wohl noch viel länger gedauert), verzögerte sich das Update auf Version 0.1.5 des Zombie-Survival-Spiels von The Indie Stone um gefühlte Ewigkeiten. Nun jedoch ist Land in Sicht: Das Update soll spätestens kommenden Sonntag erscheinen. Juhu!

In einem neuen Blogeintrag erklären die Entwickler zudem erneut, dass es sich hierbei um eine absolute Ausnahme gehandelt hat und zukünftige Updates wieder schneller und regelmäßiger geliefert werden.

Die Liste der Änderungen in der kommenden Version ist natürlich mit der Zeit um einiges gewachsen, Highlights sind z.B.

  • Charaktererstellung (Berufe, Spezialeigenschaften etc.)
  • Kochen (Öfen und Kühlschränke funktionieren nun auch wirklich)
  • neue Stimmungslagen (Langeweile, Depression)
  • Vorhänge (kein Barrikadenzwang zum Sichtschutz mehr)
  • Alarmanlagen (löst man einen Alarm aus, heißt es: rennen!)
  • neue Gegenstände und Crafting-Möglichkeiten
  • Auswahl zwischen Sandbox- und Storymodus
  • Komplette Modifizierbarkeit inkl. Maps und sogar Handlung (per Skriptsprache, weitere Infos im Modding-Forum)

Dazu kommen viele weitere Kleinigkeiten und Bugfixes. Die äußerst aktive (und mit dem Update sicher noch viel aktiver werdende) Community had versucht eine umfassende Liste zusammenzutragen. Jedoch fehlen möglicherweise auch hier noch einige Punkte, da die Entwickler zuletzt relativ ruhig waren und mit voller Konzentration an der Fertigstellung des Updates gearbeitet haben. Sicher wird uns in den nächsten Tagen nochmal ein kompletter Changelog präsentiert werden.

Ab dem Wochenende gibt es also endlich wieder Neues zu tun im vielleicht vielversprechendsten Indie-Game in Entwicklung überhaupt.


Cardinal Quest – erste Eindrücke

August 19, 2011

Vor gut einer Woche erschien Ido Yehielies (aka TameTick) actionorientiertes Roguelike Cardinal Quest. Nachdem vor zwei Tagen dann auch eine kostenfreie Demoversion nachgereicht wurde, konnte ich nicht umhin das Spiel anzutesten und mir in der Folge die Vollversion zuzulegen. Meine ersten Eindrücke vom Spiel möchte ich im Folgenden zusammenfassen.

Read the rest of this entry »


Roguelike Report #9

August 17, 2011

Da es das letzte mal so lange gedauert hat bis zum neuen Report und es außerdem diesmal ein paar ausführlichere News und einen noch ausführlicheren Erfahrungsbericht zu LambdaRogue gibt, kommt hier bereits die neunte Ausgabe des Roguelike Report. Viel Spaß!

News

Crawl Light – Light-Variante von DCSS!
Es ist eines der bekanntesten, beliebtesten, aktuell meistgespielten und sicher besten Roguelikes überhaupt. Was viele jedoch trotzdem abschreckt: Es ist verdammt schwer. Kaum ein anderer Genrevertreter ist so fordernd, kompromisslos und teils unfair wie Dungeon Crawl Stone Soup. Deshalb scheint es nur sinnvoll, dass nun ein Ableger names “Crawl Light” angekündigt und auch gleich in seiner ersten Version 0.1 veröffentlicht wurde, der auf Version 0.8 von DCSS basierend das Spiel leichter und somit zugänglicher für Normalspieler machen soll.
Klar, als Roguelike-Fan denkt man sich vielleicht: “Wenn schon, denn schon!” und bleibt – tausende haarsträubende Tode in Kauf nehmend – bei der Standardvariante. Dass eine leichtere Version aber überhaupt angeboten wird, ist gerade für Genre-Einsteiger oder auch mal als zwischenzeitliche Erholung vom Hardcore-Dungeon-Crawling klasse.
Auf den ersten Blick fiel mir beim Light-Ableger vor allem auf: Man bekommt früher bessere Items und die Gegner sind schneller tot. Trotzdem wurde mein Hill Orc Priest ungewöhnlich früh von einem Oger quasi instant gekillt. Nunja, es ist eben immer noch Crawl.

Expedition – Version 0.3 erschienen
Vom äußerst komplexen Entdecker-Roguelike, das an vielen Stellen an das gute alte Pirates! oder auch Colonization erinnert, steht eine neue Version zum Download bereit. Die augenscheinlichsten Änderungen dieses Releases sind wohl die vollständig eingebaute Mausunterstützung und der optionale Vollbild-Modus.  Wie immer ist der komplette Changelog natürlich weitaus umfangreicher (hier sind auch die jeweiligen Release Candidates vor der fertigen Version 0.3 zu beachten). Übrigens gibt es auch ein neues viertelstündiges Gameplay-Video zum Spiel.
Ich selbst steige bei Expedition zwar noch nicht vollständig durch (vom Einarbeitungsaufwand scheint das schon fast Dwarf-Fortress-artige Züge anzunehmen), aber klar ist: Wir haben es hier mit einem sehr ambitionierten und wie es aussieht bereits jetzt ziemlich gut durchdachten Projekt zu tun.

Legends of Yore – Update auf v923
Im aktuellen Update des im letzten Report vorgestellten Roguelike wurden unter anderem eine Weltkarte und Achievements für spezielle Kills hinzugefügt. Daneben gibt es wie immer auch noch eine Reihe kleinerer Änderungen und Bugfixes, wie hier nachzulesen ist.
Ich musste in den letzten Tagen bemerken, dass der Suchtfaktor des Spiels wirklich nicht zu unterschätzen, da das Looten und Gegnerschnetzeln einfach flott von der Hand geht, ertappt man sich immer wieder dabei, wie “Kurz mal zwischendurch”-Sessions zu den üblichen “Die Ebene jetzt auch noch schnell”-Stunden werden.

Erfahrungsbericht

LambdaRogue

Bereits vor einer ganzen Weile habe ich bereits Mario Donicks (einer der wenigen deutschen Roguelike-Entwickler) Roguelike angespielt und für hochinteressant, jedoch aufgrund seiner für das Genre ungewöhnlichen storylastigkeit und Tiefe als sehr zeitaufwändig befunden, weswegen es von mir erstmal eine Weile unangetastet blieb. Durch ein tolles Review auf Temple of the Roguelike (und endlich mal wieder etwas mehr Freizeit) bekam ich aber nun Lust “The Book of Stars” – so der Untertitel – erneut zu spielen.

Zu Beginn wird man zunächst von atmosphärischen Bildern begleitet in die Hintergrundgeschichte eingeführt. Im Groben dreht sich diese um zwei Rassen: Menschen und Drekh’Nar, zwischen denen vor langer Zeit ein Krieg entbrannte, der schließlich zu Gunsten der Drekh’Nar entschieden wurde, weshalb die Menschen fortan ihr Dasein unter der Erde fristen mussten. Ihr seid nun ein hochtalentierter menschlicher Schüler und angehender Held, der die Zukunft seiner Art in den Händen hält.

Im Spiel fällt an LambdaRogue zunächst die Grafik auf. Die Tiles sind ungewöhnlich groß und detailliert. Was zu Beginn eigenartig erscheint, trägt einen Großteil zur packenden Atmosphäre des Spiels bei. Ebenso erhalten eure Dialogpartner (zumeist Auftraggeber einer der zahlreichen Quests im Spiel) im Tempel, in dem ihr euch zu Beginn (und später zur Erholung immer wieder) befindet, durch passende Portrait-Fotografien Gestalt und Charakter. Ist man bereit, die für Roguelikeverhältnisse sehr große Menge an Text (es gibt z.B. auch allerlei Bücher zu finden) zu lesen und nicht nur wegzudrücken, kann man sich leicht in der liebevoll gestalteten mystischen Spielwelt verlieren. Andererseits kann man hier eben auch keine schnelle Hack-and-Slash-Action für zwischendurch erwarten. Vielmehr erinnert das Spiel an vielen Stellen an gute alte inhaltsschwangere “Dungeons & Dragons”-Rollenspiele.

Und dennoch: Ist man erstmal in den Katakomben angekommen, bietet sich das gewohnte Bild. Man erforscht zufallsgenerierte Dungeon-Gänge (sehr hilfreich dabei: die Minimap), immer auf der Suche nach wertvollen Gegenständen, Ausrüstung, Quest-Gegnern etc. Hier bietet LambdaRogue weitgehend klassische Kost. Jedoch gibt es auch dabei einen kleinen “Twist”: Im Gegensatz zu anderen Roguelikes, auf denen sich der Schwierigkeitsgrad erst erhöht, wenn der Spieler die nächste Ebene betritt, werden hier sogleich stärkere Monster gespawnt, wenn eine bestimmte Anzahl eines Typs getötet wurde. Das macht gezieltes Trainieren an leichteren Gegnern für spätere Ebenen schwieriger, sorgt allerdings dafür, dass man sich durch dieses sog. “Grinden” nicht den Spaß verdirbt. Das Feature ist aber im Optionsmenü auch deaktivierbar.

Abseits der Dungeons bietet LambdaRogue aber auch noch einige Eigenheiten. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit, den permanenten Tod des Charakters gegen Gold aufzuheben, indem man quasi eine Lebensversicherung abschließt. Dies bricht zwar mit einer Roguelike-Tradition, kommt letztlich jedoch auch dem storylastigen Ansatz des Spiels entgegen. Es steht hier eben vor allem das Erleben der Geschichte im Vordergrund. Des Weiteren können im Workshop Items zerlegt werden, um so später wiederum stärkere zusammenzubauen. Nebenbei gibt es auch noch – bekannt z.B. aus Dungeon Crawl – ein Religionssystem und, und, und. Es gibt für entdeckungsfreudige Spieler wahrlich einiges zu sehen und zu tun.

Wer also Lust auf ein Roguelike, aber auch auf eine ausladende Geschichte in einer “echten” kleinen Rollenspielwelt hat, der sollte sich – das in dieser Form höchstwahrscheinlich einzigartige – LambdaRogue unbedingt einmal anschauen. Es lohnt sich!


Roguelike Report #8

August 14, 2011

Es ist tatsächlich schon wieder ein Monat vergangen ohne neuen Roguelike Report, von daher gibt es hier nun erstmal die wichtigsten Neuigkeiten der letzten Wochen.

News

Cardinal Quest – Release
Einen Arcade-Dungeon-Crawler im Stile des Klassikers Gauntlet verspricht uns der Entwickler von Cardinal Quest. Der Trailer zum Release sieht dabei durchaus vielversprechend nach kurzweiliger Roguelike-Action in netter Optik aus und auch der Preis von gerade einmal 5€ sieht verlockend aus. Leider gibt es bislang weder ausführlichere Reviews, Gameplay-Videos oder eine Demo. Letztere wurde aber zumindest bereits vom Entwickler für die nächsten Wochen angekündigt und auch erste Berichte dürften nicht allzu lange auf sich warten lassen.

Desktop Dungeons – geschlossene Beta läuft
Anfang August ging es los mit der geschlossenen Beta des Roguelike-Puzzlers, zu der jeder Vorbesteller der Vollversion Zugang erhält. Seither sind auch schon einige Updates erschienen und der Start scheint recht erfolgreich verlaufen zu sein. Mit Rabatt für Frühkäufer kostet das Spiel momentan 10$. Ich persönlich bin mir nicht sicher, ob mir nicht die klassische (kostenlose) Variante des Spiels nicht auch ausreicht, zumal das Kernprinzip dort bereits abgedeckt wird.
Allerdings legen sich die Entwickler wirklich ins Zeug und die Kaufversion hat einiges mehr in Sachen Grafik und auch Inhalt zu bieten. Wäre schön, wenn es ja zum richtigen Release vielleicht eine Demo gäbe.

Dungeon Crawl Stone Soup – Version 0.9 ist da
Ganz frisch ist die neue Version des meistgespielten Roguelike überhaupt erschienen. Wie immer ist der Changelog (.txt-Datei) sehr umfangreich und beinhaltet auch wieder einige einschneidende Veränderungen, auch wenn diese diesmal vor allem auf das Balancing abzielen und nicht so augenscheinlich wie die Inferface-Veränderungen des letzten großen Updates sind.

Dungeons of Dredmor – erste Patches
Die gröbsten Fehler wie Abstürze und einen Unendlich-XP-Bug haben die Jungs von Gaslamp Games in der aktuellen Version 1.0.3 bereits behoben. Nun arbeiten sie seit einer Weile an Version 1.0.4,  deren geplante Änderungen (und das sind eine Menge) hier nachzulesen sind. Nach diesem größeren Patch soll es dann evtl. schon an das erste Content-Update gehen. Über mangelnden Support kann sich die Fangemeinde hier jedenfalls nicht beklagen!

Tales of Maj’Eyal – Beta 30 und 31
Mitte und Ende Juli bereits erschienen die nächsten beiden Betaversionen von ToME. Die hohe Frequenz der Releases wird also tatsächlich beibehalten, wobei die neuesten Versionen vor allem Bugfixes und Verbesserungen des Balancings umfassen. Die kompletten Changelogs: Beta30, Beta 31

Ersteindruck

Legends of Yore

Bei Legends of Yore handel es sich um ein kleines, aber mittlerweile – durch sehr regelmäßige Updates – ziemlich feines Java-Roguelike, das neben Windows, Mac und Linux sogar auch in Versionen für Android und iPhone vorliegt. Tatsächlich eignet sich das Spiel auch sehr gut für zwischendurch und bietet weitestgehend solide Standard-Roguelike-Kost.
Der Spieler startet in einem Dorf mit ein paar Häusern, in denen solch nützliche NPCs wie Händler, Heiler oder bei der Einführung ins Spiel hilfreiche Berater darauf warten, angesprochen zu werden. Hat man sich erstmal orientiert, geht es anschließend (natürlich) ab auf den Friedhof und in die ersten Dungeons. Die Ebenen dieser sind dabei nicht konsistent, d.h. jedesmal wenn ihr eine Treppe (egal ob nach oben oder nach unten) benutzt, wird eine völlig neue Ebene zufällig generiert. Das ist natürlich Geschmackssache, mir persönlich sind die konsistenten Dungeons (z.B. eines Dungeon Crawl) lieber.
So schnetzelt man sich also wahlweise als Krieger, Schütze oder Magier durch die Gänge, steigt im Level auf und findet haufenweise Gegenstände. Überflüssige Beute kann zwischendurch (dank Stadtportal-Schriftrolle) in einem einfachen und komfortablen Menü beim Händler verkauft werden. Sowieso weiß die Steuerung zu überzeugen. Wahlweise per Pfeiltasten (bzw. WASD) oder Maus können der Held bewegt und zugleich alle wichtigen Aktionen wie Kämpfen, Türöffnen usw. ausgeführt werden. Auch das sonstige Interface (Inventar, Karte etc.) ist bequem per Maus bedienbar, sodass im Prinzip keine Hotkey-Lernerei notwendig ist.

Natürlich handelt es sich bei Legends of Yore um ein relativ simples Roguelike, das in Sachen Komplexität nicht mit den Großen des Genres mithalten kann, es aber auch gar nicht will. Bewusst wird hier auf Zugänglichkeit und Kurzweil gesetzt und das gelingt bereits jetzt recht ordentlich, obwohl der Entwickler betont, dass es sich noch um eine sehr frühe Version handelt und noch einiges geändert werden wird.
Ich bin gespannt!


Indie Investigation: VVVVVV

August 13, 2011

VVVVVV
Entwickler: distractionware
Release: 11.01.2010
Preis: 4,99€ (Steam)
Genre: Jump’n’Run
Aktuelle Version: 2.0

Als Käufer des dritten Humble Indie Bundles konnte auch ich einen Blick auf das ungewöhnliche Space-Jump’n’Run VVVVVV, in dem man nicht springen, sondern lediglich die Gravitation umkehren kann, werfen. Dieser Blick resultierte im Durchspielen des Storymodus. Ob dies nun jedoch ein Beweis dafür ist, dass das Spiel wirklich so fesselnd ist, dass man nicht mehr aufhören kann?

Read the rest of this entry »


Indie Investigation: Dungeons of Dredmor

August 7, 2011

Dungeons of Dredmor
Entwickler: Gaslamp Games
Release: 13.07.2011
Preis: 4,49€ (Steam)
Genre: Roguelike-RPG
Aktuelle Version: 1.0.3

Mitte Juli erschien also endlich das von mir lange erwartete und bereits in diversen Roguelike Reports verfolgte Debütspiel der Kanadier von Gaslamp Games. Das Spiel schoss sofort auf Rang 1 der Steam-Verkaufscharts und konnte sich seither immer wieder in den vorderen Rängen platzieren. Zu Beginn durch die zig Supportanfragen etwas überfordert, ist nach den nötigsten Patches mittlerweile wieder etwas Ruhe beim Entwickler eingekehrt und es kann sich auf zukünftige Updates und inhaltliche Erweiterungen konzentriert werden.
Ob der Erfolg des Roguelike-RPGs gerechtfertig ist, versuche ich im Folgenden herauszufinden.

Read the rest of this entry »


Neue Reihe: Indie Investigation

August 7, 2011

In (absolut) unregelmäßigen Abständen werde ich ab heute in einer von mir so getauften “Indie Investigation” ein Spiel eines Independententwicklers genauer unter die Lupe nehmen. Die Teilwertungen sind dabei nach meiner natürlich völlig subjektiven Einschätzung gewichtet (Vorsicht: Grafik und Sound sind hier eher zweitrangig), sortiert nach ihrer Augenscheinlichkeit (zuerst bekommt man von einem Spiel Grafik und Sound mit, wenn man selbst Hand anlegt natürlich die Steuerung, bald darauf auch das Balancing und um Atmosphäre und Umfang richtig einschätzen zu können, muss man schon ein wenig Zeit mit dem Game verbringen) und teilen sich wie folgt auf:

– Grafik (10 Punkte): Hier zählt nicht nur technische Brillanz, sondern auch, wie stimmig das Spiel visuell herüberkommt (Monkey Island 1 würde hier z.B. nach wie vor eine relativ hohe Wertung bekommen 😉 ).
– Sound (10 Punkte): Klar, hier spielt zum einen natürlich die Hintergrundmusik eine Rolle, aber auch die Qualität der Soundeffekte.
– Steuerung (15 Punkte): Das ist für mich ein ziemlich wichtiger Punkt. Lässt sich das Spiel flüssig von der Hand spielen? Muss ich tausende Hotkeys auswendig lernen oder ist die Steuerung kontextsensitiv und intelligent (aber ermöglicht trotzdem komplexe Aktionen)?
– Balancing (15 Punkte): Je nach Spiel sind hier unterschiedliche Dinge wichtig. Beispielsweise zählt bei einem RPG, wie ausgeglichen die Charakterklassen bzw. Skills sind, bei einem Strategiespiel, ob die Fraktionen (sofern vorhanden) alle auf ihre Weise gegen die anderen bestehen können. Im Allgemeinen spielt hier auch der Schwierigkeitsgrad und dessen Entwicklung im Spielverlauf eine große Rolle.
– Atmosphäre (30 Punkte): Das ist der wichtigste Aspekt für mich und zugleich der am schwierigsten zu beschreibende. Grob gesagt geht es darum, ob sich ein Spiel gut “anfühlt”. Je nach Spiel können hier wieder unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen. Ist die Spielwelt glaubwürdig und stimmig bzw. kommt einem das Spiel in sich schlüssig und realistisch vor? Ist die Handlung mitreißend und fesselnd (falls es eine gibt)? Nimmt einen das Spiel emotional mit?
– Umfang (20 Punkte): Natürlich ist es auch wichtig, wieviel Zeit man denn nun sinnvoll mit dem Spiel verbringen kann (klar gibt es auch Spiele, die maximal acht Stunden lang Spaß machen, dabei aber eine ungeheure Spannung entfalten, aber dafür gibt es hier dann eben Abzüge). Neben der reinen Menge an Inhalten und der Langzeitmotivation wird hier auch die Wiederspielbarkeit betrachtet.

Noch heute wird die erste Indie Investigation zu Dungeons of Dredmor erscheinen. Für alle Interessierten: Viel Spaß beim Lesen!


Humble Indie Bundle #3

August 6, 2011

Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben sollten, hier nochmal der Hinweis: Noch 3 Tage lang könnt ihr das dritte Humble Indie Bundle kaufen – und zwar für den Preis, den ihr selbst bestimmt. Dafür bekommt ihr mindestens sieben Spiele, wenn ihr mehr als 5,59 $ zahlt, sogar zwölf und unterstützt dabei auch noch (wenn ihr bereit seid, zumindest ein paar Dollar zu zahlen) die Indie-Gaming-Szene.

Als das Bundle gestartet ist, hielt ich die meisten Spiele noch für eher uninteressant. Die folgenden fünf Games waren von Anfang an dabei:
Crayon Physics Deluxe – ein ganz nettes Rätsel-Zeichenspiel inklusive Physiksimulation, für zwischendurch okay
Cogs – Schieberätsel in der dritten Dimension, naja…
VVVVVV – Oldschool Jump’n’Run mit extremem Schwierigkeitsgrad (mittlerweile durchgespielt und für gut befunden, allerdings hält sich die Spieldauer sehr in Grenzen und ich bin auch nicht der, der dann noch motiviert ist, nochmal seine Bestzeit in jedem Level einzeln zu verbessern)
Hammerfight – zwischendurch ganz lustig, man steuert ein Fluggefährt, an dem eine Kette mit einer Waffe dran baumelt und muss diese möglichst geschicht schwingen lassen, wobei die Steuerung doch sehr gewöhnungsbedürftig ist
And Yet It Moves – Jump’n’Run, bei dem man nicht nur laufen und springen, sondern auch die Spielwelt rotieren kann; nette Idee, auf Dauer aber eintönig

Mittlerweile sind allerdings zum regulären Bundle noch folgende Spiele hinzugekommen, die alleine schon einen Kauf rechtfertigen dürften:
Steel Storm: Burning Retribution – sehr guter futuristischer Top-Down-Shooter mit einer Menge Inhalt für viele Stunden Spielspaß; nichts Außergewöhnliches, aber hochklassig, wenn man das Genre mag
Atom Zombie Smasher – gewissermaßen eine Paniksimulation; der Spieler muss (zufallsgenerierte) Städte evakuieren, die von Zombies überrannt werden und hat dabei allerlei taktische Hilfsmittel zur Verfügung, wobei die Story immer wieder in Form von hübschen Comics präsentiert wird und ebenfalls einiges an Content geboten wird

Als wäre das nicht genug, bekommt man nun als Käufer des Bundles – sofern man mehr als 5,59 $ zahlt – auch noch alle Spiele des zweiten Bundles dazu (welches ich z.B. damals verpasst habe):
Braid – mehrfach ausgezeichnetes Rätsel-Jump’n’Run mit Zeitkomponente (man kann vor- und zurückspulen); das Leveldesign ist äußerst intelligent und erfordert zumeist einiges an Denksport
Cortex Command – wohl das komplexeste Spiel überhaupt im Bundle; Side-Scrolling-Kriegssimulation, in der man zwischen den Einheiten hin- und herwechselt
Machinarium – von der Press hoch gelobtes Point-and-Click-Adventure mit wunderschönem Grafikstil
Osmos – sehr innovatives Spiel, in dem man eine Zelle steuert, die durch das Einverleiben von kleineren Zellen größer werden muss und so verschiedene Aufgaben lösen kann
Revenge Of The Titans – interessantes Tower-Defense-Game mit einigen Strategiekomponenten (Ressourcenabbau etc.)

Ihr seht, es wird mittlerweile wirklich einiges geboten im dritten Humble Indie Bundle und auch die für die letztgenannten fünf Spiele notwendigen fünfeinhalb Dollar sollten locker durch den Gegenwert an Spielspaß übertroffen werden. Übrigens kriegt ihr ganz nebenbei auch noch einen bis 14. August gültigen vollwertigen Zugang zur Kaufversion von Minecraft. Und wer weiß, ob nicht noch mehr zum Bundle hinzugefügt wird, wie es in den letzten Tagen schon beinahe zur Norm geworden ist?
Wer nicht zugreift, ist selbst schuld!


Dungeons of Dredmor – erste Eindrücke

July 15, 2011

Nun ist es also nach jahrelanger Entwicklung und monatelanger Verzögerung endlich erschienen: Dungeons of Dredmor.

Read the rest of this entry »


Roguelike Report #7

July 14, 2011

News

Desktop Dungeons – jede Menge Infos
Vom Entwickler QCF Design gibt es seit einer Weile regelmäßig neue Blogeinträge zur bald erscheinenden Vollversion ihres Rätsel-Roguelikes. Dabei geht es unter anderem um die verschiedenen neuen Regionen (die auch alle eigene Hintergrundgeschichten bekommen werden), die Veränderungen am Göttersystem und einen kleinen Making-Of-Einblick in Sachen Speichern und Laden von Spielständen. Da sind einige interessante Sachen dabei. Lesen lohnt!

Dungeons of Dredmor – Nummer 1 bei Steam
Das gestern erschienene Roguelike-RPG ist direkt auf Rang 1 der Steam-Verkaufscharts geschossen. Eine großartige Sache für das sympathische Indiestudio Gaslamp Games. Gratulation!
Vermutlich wird es in den kommenden Tagen, nachdem ich ein paar mal mehr erfolgreich gestorben bin (“Congratulations! You have died!”), einen eigenen Artikel mit meinen ersten Eindrücken vom Spiel geben. Empfehlen kann ich derweil auch schonmal das WTF-Video von meinem Lieblings-Youtuber TotalBuscuit.

Grand Rogue Auto – 0.5.0 ist da
Hauptänderung der neuen Version sind die jetzt mehrstöckigen neuen Häuser wie Bürogebäude, Gangverstecke, Polizeit- oder Feuerwehrstationen. Außerdem wurden natürlich wieder zahlreiche Bugs behoben. So langsam wird das Roguelike-GTA – obwohl es sich natürlich noch immer in einer sehr frühen Phase der Entwicklung befindet – spielerisch richtig interessant.

Tales of Maj’Eyal – Beta 29 erschienen
Untertitel der neuen Version ist “A New Birth” und dementsprechend wurde die Charakter-Erstellung völlig neu gestaltet und verbessert. Darüber hinaus gibt es jetzt für sämtliche Gegner, NPCs und Böden echte Tiles, sodass man nun nicht mehr auf laufende bunte Buchstaben treffen dürfte. Auch die Performance und das User Interface sollen verbessert worden sein, das werde ich aber erst noch selbst testen müssen. Der gesamte Changelog ist wie immer recht lang und es dürfte sich lohnen, wieder (oder auch zum ersten mal) einen Blick auf das Major-Roguelike zu werfen.