Weg mit der Romantik!

August 13, 2014

 

AESThe alchemists had two components to their philosophy. These were the principles of Solv├ę et Coagula.

Solv├ę was basically the equivalent of analysis, it was taking things apart to see how they worked.

Coagula was basically synthesis, it was trying to put disassembled pieces back together, so that they worked more efficiently.

These are two very important principles which can be applied to almost anything in culture.

(Alan Moore)

Folgende Definitionen sind angelehnt an Cameron Brownes lesenswerten Artikel “Elegance in Game Design” (S. 3):

  • Rationalisten begreifen ├ästhetik intellektuell – als Wissenschaft. Sch├Ânheit, Freude und Spa├č sind somit Ergebnisse der Organisation der Einzelteile eines Kunstwerks: seiner Form.
  • Romantiker begreifen ├ästhetik emotional – als Gef├╝hl. Sch├Ânheit, Freude und Spa├č sind nur unmittelbar an der Gesamtheit eines Kunstwerks wahrzunehmen: seiner Funktion.

Viele Spieler und auch – immer noch – Designer halten zweiteren Ansatz f├╝r den einzig sinnvollen. So gab es beispielsweise folgende (kritisch gemeinte) Publikumsreaktion nach dem Panel “The Art of Strategy” auf der Practice Game-Design-Konferenz 2013: “Formale Analysen stellen das System ├╝ber die Spielerfahrung!” Das ist zwar richtig, doch warum sollten sie deshalb weniger n├╝tzlich sein?

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Hearthstone vs. LoL: Eine Frage der Effizienz

August 5, 2014

HSvsLOL

There can be no doubt that any manmade product of great efficiency will also be aesthetically satisfying.

(Fabrizio de Miranda)

Gro├čer Kunst gelingt die au├čergew├Âhnlich effiziente Vermittlung k├╝nstlerischen Werts an den Konsumenten. Dadurch hebt sie sich von anderen Werken ab und zeichnet sich aus. Das bedeutet nicht, dass es immer “schnell” gehen muss. Ist der Gegenwert gro├č genug, kann die investierte Zeit ebenfalls ├╝ber ein Normalma├č hinausgehen – ohne dadurch die hohe Gesamteffizienz (“Wert pro Zeit”) zu gef├Ąhrden.

Diesem Grundsatz zum Trotz ist die Dauer einer Partie in vielen Strategiespielen deutlich zu lang im Vergleich zu den enthaltenen strategischen Spannungsb├Âgen. Idealerweise sollte das Ende der Partie mit dem Ende des l├Ąngsten dieser B├Âgen zusammenfallen. Ist dies jedoch nicht der Fall, ergibt sich daraus eine enorme zeitliche Ineffizienz. Anhand zweier bekannter Beispiele soll dieses Problem im Folgenden veranschaulicht werden.

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