Game Log Q3/2021

October 3, 2021

A tweet-based journal of what I’ve been playing


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Ludomedia #81

September 12, 2021

Ludomedia

Games media worth reading, watching or listening to.


a327ex: Auto chess formula

  • “Wizard of Legend is a really cool game which I super enjoyed, but it has one huge flaw, in my opinion, which is that as you unlock new spells, you can choose any spell out of hundreds for your loadout of 4 spells to start the run with: Now, choice is a complicated thing in video games. Do I want to have the ability to choose things in a game? Yes. Do I want to have to make choices about every aspect of it? No! That’s partly what the developer is there to do. He will explore the space of possibilities and give me the curated, more enjoyable version of it.”

Joris Dormans: A Table-Top Feel: Designing Unexplored 2’s Fortune System To Replace Virtual Dice Rolling

  • “The fortune system is able to express a wide variety of possible situations that would otherwise be difficult to represent in the game. I am particularly proud of the way it can handle social interaction in a meaningful way. We do not rely on branching dialog trees with many blind choices.”

Krystian Majewski: The 30 Circle Test

  • “There’s a thing I like to say: Making games is impossible. […] It’s impossible unless you come up with some kind of trick. […] We are afraid of the scrutiny. We are afraid that somebody will call us out on this. […] I think a ‘lazy dev’ is actually something worth aspiring to. […] That’s the kind of mindset that it takes to finish a game.”

Rym DeCoster & Scott Rubin: Atari Game Design

  • “If you understand what exactly you find fun about games, you will have a lot more fun with games. […] What are the main mechanics? […] Could I remove something without compromising the core of this game? […] The answer is usually yes.”

Tom Francis: Void Bastards Vs Heat Signature: A Completely Objective Analysis

  • “Void Bastards is a roguelike first-person shooter about boarding randomly generated spaceships. I designed a top-down roguelike about boarding randomly generated spaceships, so it’s interesting to see how the two games tackled the same issues differently, and how well their solutions worked out!”


Game Log Q2/2021

July 1, 2021

A tweet-based journal of what I’ve been playing


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Spiele als Konzeptkunst

June 3, 2021

Lose Gedanken zu möglicherweise ĂŒberraschenden Parallelen.

“In conceptual art the idea or concept is the most important aspect of the work.”

(Paragraphs on Conceptual Art – Sol LeWitt)

In die wÀhrend der 1960er Jahre entstandene Kategorie der Konzeptkunst passen auf den ersten Blick die wenigsten modernen Videospiele.

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Neues PICO-8 Spiel: Martial Cards

May 29, 2021

Auch hier der Hinweis: Martial Cards, ein kartenbasiertes Roguelike, ist jetzt verfĂŒgbar! Nicht nur als virtuelle Cartridge fĂŒr die Fantasy-Konsole PICO-8, auf der es entwickelt wurde, sondern auch fĂŒr Windows, Linux, Mac oder direkt im (mobilen) Browser!

You signed up for the biggest martial-arts challenge in history! In a gauntlet beyond example, contestants from all around the world face myriads of artificial monstrosities to find out who can deal with them performing the most stylish and efficient combos. There’s a twist though – you can only move in accordance with the hand of cards you’re holding. Ah, there’s nothing like the beautiful arbitrariness of game rules…


Abraum

May 29, 2014

Artikel: “Watch Dogs: Erfolgreichster Launch in der Ubisoft-Geschichte”

Ein Kommentar: “Die BILD ist die erfolgreichste Tageszeitung Europas.”

Sehr richtig. Audiovisuelles Spektakel behĂ€lt – trotz fragwĂŒrdiger QualitĂ€t – die Oberhand in Sachen PopularitĂ€t. Es wird ganz unmittelbar der Befriedigungsschalter im Gehirn betĂ€tigt. Diese oberflĂ€chliche Ebene der direkt wahrnehmbaren Genugtuung reicht in dieser Gesellschaft vielen schon aus. Wirklich gutes und tiefes Gameplay beziehungsweise ein VerstĂ€ndnis desselben mĂŒsste sich hingegen erst erarbeitet werden.

Mit Film, Musik und jeder anderen Kunstform ist es nicht anders: Wer seinem Leben in irgendeiner Form an Wert hinzufĂŒgen möchte, der muss eben “tiefer graben”. Von nichts kommt nichts.

In diesem Sinne:

Wir graben unter Tage,
denn wir haben mit der Welt dort oben nichts gemein.
Im Schacht unter Tage,
denn wir suchen nach der Wahrheit in Lehm und Stein.
 
Doch es ist nicht alles Gold, was glÀnzt!
Und leider ist nicht alles tief, was schwarz ist – Nein!
 
[…]
 
Und so manches Schwarz gibt vor, tief zu sein.
Doch setzen wir den Bohrer an, treffen wir auf schnöden Stein!
 
[…]
 
Immer weiter, immer tiefer – Abraum!
 

(aus: “Untertage”  von Stillste Stund)


Vom Wert der Kunst fĂŒr den Menschen

May 21, 2014

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Warum wir Innovation brauchen

May 19, 2014

Neues fĂŒhlt sich gut an. Das wird gerne von den Erschaffern “neuer” Kunst ausgenutzt. Vielleicht reicht es ja auch, wenn das Werk einfach nur rein chronologisch betrachtet “neu” – also aktuell – ist. Macht ja nichts, wenn ich immer wieder die gleiche Musik, die gleiche Handlung oder die gleiche Spielmechanik in neuer Verpackung veröffentliche. Solange die Leute es kaufen und von Marketing und Hype benebelt von einem “neuen” Werk zum nĂ€chsten springen, ist doch alles super. Finanziell jedenfalls. Doch was ist mit den Konsumenten? Klar fĂŒhlt es sich prinzipiell gut an, mit dem Neuartigkeitsstrom zu schwimmen. Das Gehirn schĂŒttet Belohnungen aus. Wie steht es aber um die tatsĂ€chliche tiefgreifende Wertigkeit eines solchen Werkes, das nur aufgrund seiner rein chronologischen Neuheit spannend ist?

Wirklich neuartige Geschichten fesseln uns, wenn sie uns einen unausweichlichen und doch ĂŒberraschenden Höhepunkt prĂ€sentieren:

A screenplay is great when an empathic link is forged between audience and character through a seamless, delicately woven web of plot threads.  Eventually, a profound value is revealed after a surprising, yet inevitable climax.  Such a screenplay can change someone’s  life, or at the very least, lead to weeks of contemplation.

Wirklich neuartige Musik verÀndert kontinuierlich das statistische Modell des Wohlklangs, das unser Gehirn aufgestellt hat, auf bedeutsame Art und Weise:

Before a pattern can be desired by the brain, it must play hard to get. Music only excites us when it makes our auditory cortex struggle to uncover its order. If the music is too obvious, if its patterns are always present, it is annoyingly boring.

Wirklich neuartige ReprÀsentationen von Informationen helfen uns dabei, die RealitÀt zu durchschauen, strukturieren und beherrschen:

The only way to have successful actions and pursuits is to have the necessary knowledge and thinking skills to complete such feats. You can’t just learn a static amount or depend on what other people say; you’ve got to be mentally active your entire life to be able to deal with a changing world. People who don’t will find themselves unhappy and impotent.

Wirklich neuartige Spiele erfĂŒllen das BedĂŒrfnis nach Fortschritt und stellen uns vor ungekannte Herausforderungen:

They need interesting gameplay that forces them to think creatively against new kinds of challenges.

Wirklich neuartige visuelle Kunst erweitert unser VerstÀndnis von Schönheit, Ordnung, Komposition und Vorstellungskraft:

I was taught that a thought-provoking piece with the formal conditions of beauty, composition, rhythm, color manipulation all contributed to a good work of all, but mostly it is the ‘leap in the imagination’ that stirs my soul.


Ist das Kunst?

May 19, 2014

Beethovens Sinfonien sind Kunst.

Gilt das auch fĂŒr den Gangnam Style?

Oder ist das dann doch “bloß Unterhaltung”?

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Kunstkritik

April 14, 2014

ObjektivitÀt

  • Um Kunst objektiv beurteilen zu können, mĂŒssen zuvor Kriterien definiert werden.
  • Diese Kriterien mĂŒssen generell genug sein, um der Kritik Gehalt zu verleihen. Sie dĂŒrfen nicht so restriktiv sein, dass ein Werk effektiv an sich selbst gemessen werden mĂŒsste. (“Breaking Bad ist gut darin, Breaking Bad zu sein!”)
  • Die Frage, ob einer Person ein Werk gefĂ€llt, ist dabei vollkommen irrelevant. Mit anderen Worten: Eine Person kann ein Werk anhand der definierten Kriterien als “schlecht” beurteilen, aber trotzdem sehr mögen.

Bewertung nach Intention

  • Es scheint grundsĂ€tzlich sinnvoll, Werke an der Intention des Schaffenden zu messen.
  • Ausgangsfrage: Wie gut ist das Werk darin, das Ziel des KĂŒnstlers zu erfĂŒllen?
  • Erstes Problem: Es ist möglich, dass das Werk die Intention des KĂŒnstlers verfehlt, dabei aber bezĂŒglich gĂ€nzlich anders gelagerter Kriterien hervorragend abschneidet.
  • Zweites Problem: Die Intention des KĂŒnstlers ist in den meisten FĂ€llen gar nicht bekannt und könnte ohnehin nur von ihm selbst bekannt gegeben werden.

Bewertung nach Charakteristik

  • Da die Bewertung nach Intention inhĂ€rente Probleme mit sich bringt, ist ein sinnvoller Ersatz dafĂŒr, eine Menge von Kriterien anzulegen, die den Grundeigenschaften des Werks am ehesten entspricht. (So sollte Schach als Entscheidungswettbewerb beziehungsweise anhand der daraus folgenden Kriterien bewertet werden und beispielweise nicht als Spielzeug.)
  • Das entsprechende Vorgehen:
    1. WĂ€hle Kriterien, die dem Werk gerecht werden.
    2. Bewerte das Werk anhand dieser Kriterien.

Wertigkeit der Kriterien

  • Es ist kontrovers, inwiefern eine aus der Charakteristik eines Werks abgeleitete Menge von Kriterien beziehungsweise eine KĂŒnstlerintention an sich bereits eine allgemeine Vorabbeurteilung im Sinne ihres “Wertes fĂŒr den Menschen” erfordert.
  • Denkanstoß (Film): Ist das Ziel, ein bombastisches Effektfeuerwerk ohne RĂŒcksicht auf logische Konsistenz zu zeigen, ein “weniger wertiges” als das, eine Handlung mit Tiefgang und vielschichtigen Charakteren zu erzĂ€hlen, die zum Nachdenken anregt und dem Publikum fĂŒr das Leben bedeutsame Sachverhalte vermittelt?
  • Denkanstoß (Musik): Ist das Ziel, einen sich minutenlang wiederholenden extrem simplen Beat zu erzeugen, ein “weniger wertiges” als das, einen Song inklusive Harmoniefolgen, Melodien und Arrangement aus dem Boden zu stampfen?
  • Denkanstoß (Spiel): Ist das Ziel, eine perpetuierende Suchtmaschine zu erschaffen, ein “weniger wertiges” als das, ein Jahrzehnte ĂŒberdauerndes System, das zum Lernen und kreativen Entwickeln von Strategien anregt, zu kreieren?