Warum spielen wir wirklich?

May 8, 2014

LoL

Keine Frage, Spiele motivieren wie kaum etwas anderes. NatĂŒrlich gibt es im Einzelfall potenziell unendlich viele GrĂŒnde, Zeit in ein Spiel zu investieren. Diverse Verhaltensanalysen aus der Psychologie zeigen jedoch schnell, dass diese GrĂŒnde nicht unbedingt alle nach den gleichen Gesichtspunkten zu betrachten sind. Dabei gewinnt insbesondere die Selbstbestimmungstheorie der Motivation in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung. Daniel Pinks “Drive” ist, basierend auf ebenjener von Edward L. Deci und Richard M. Ryan begrĂŒndeten Theorie, zum Bestseller und Referenzwerk geworden. Eine der fundamentalen Aussagen ist dabei, dass die intrinsische Motivation – der Eigenantrieb der jeweiligen Person – stets potenziell stĂ€rker ist als die extrinsische Motivation durch Ă€ußere Anreize. Letztere wird von Pink als TretmĂŒhle (“carrot-and-stick”) abgetan. Erstere hingegen ist nach Deci und Ryan nur durch die Befriedigung der drei angeborenen menschlichen GrundbedĂŒrfnisse zu erreichen: Autonomie, Kompetenz und soziale Eingebundenheit. Was das mit Computer- und Videospielen zu tun hat? Eine ganze Menge.

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Vom Aussterben bedroht: Digitale Spiele

May 18, 2013

Heute: Das Zeitalter der Fantasy-Simulation

Seit ungefÀhr 30 Jahren verfolgt die Videospiel-Industrie vor allem ein Ziel: Fantasy-Simulation. Es werden audiovisuell immer bombastischere Geschichten erzÀhlt (Final Fantasy, Metal Gear Solid, Zelda), interaktive Systeme in Form gigantischer SandkÀsten in beinahe jedem erdenklichen Setting geschaffen (Elite, GTA, Skyrim) und mit MMORPGs nicht weniger als riesige virtuelle Freizeitparks mit diversesten Möglichkeiten zum sozialen Zeitvertreib an jeder Ecke aufgebaut (EverQuest, Ultima Online, World Of Warcraft). Die PrÀmissen hinter dieser Entwicklung sind der offensichtlich in allen Bereichen menschlichen Lebens weit verbreitete Glaube, dass höherwertige und beeindruckendere Technologie automatisch bessere Produkte zur Folge hat sowie die rasanten Fortschritte bei der Rechenleistung.

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Diablo III doch nicht mehr 2011

September 23, 2011

Lange Zeit hat man beim Entwickler Blizzard “Ende 2011” als Releasezeitraum fĂŒr den dritten Ableger der Diablo-Reihe eingeplant. Viele Spieler haben also folgerichtig mit einer Veröffentlichung passend zum WeihnachtsgeschĂ€ft gerechnet. Nun wurde bekannt gegeben, dass das Spiel nicht mehr in diesem Jahr erscheinen wird. Stattdessen darf Anfang 2012 mit dem Spiel gerechnet werden.

“For Diablo III, we were aiming to launch by the end of 2011. As we’re announcing globally today, our new target for the game is early 2012.” (Mike Morhaime)

Ein wenig schade ist es natĂŒrlich, schließlich freue ich mich wohl auf kein anderes Spiel so sehr. Dennoch gilt auch hier: Gut Ding will Weile haben! Es ist eher ein gutes Zeichen, dass Blizzard lieber auf das WeihnachtsgeschĂ€ft verzichtet, um ein perfektes Produkt abzuliefern, als uns ein paar Monate frĂŒher eine halbe Betaversion nur fĂŒrs schnelle Geld zu servieren. Außerdem kommen da dieses Jahr ja noch einige interessante “große” Titel auf uns zu: Skyrim, Herr der Ringe: Krieg im Norden, vielleicht auch Torchlight 2.