Warum spielen wir wirklich?

May 8, 2014

LoL

Keine Frage, Spiele motivieren wie kaum etwas anderes. Nat├╝rlich gibt es im Einzelfall potenziell unendlich viele Gr├╝nde, Zeit in ein Spiel zu investieren. Diverse Verhaltensanalysen aus der Psychologie zeigen jedoch schnell, dass diese Gr├╝nde nicht unbedingt alle nach den gleichen Gesichtspunkten zu betrachten sind. Dabei gewinnt insbesondere die Selbstbestimmungstheorie der Motivation in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung. Daniel Pinks “Drive” ist, basierend auf ebenjener von Edward L. Deci und Richard M. Ryan begr├╝ndeten Theorie, zum Bestseller und Referenzwerk geworden. Eine der fundamentalen Aussagen ist dabei, dass die intrinsische Motivation – der Eigenantrieb der jeweiligen Person – stets potenziell st├Ąrker ist als die extrinsische Motivation durch ├Ąu├čere Anreize. Letztere wird von Pink als Tretm├╝hle (“carrot-and-stick”) abgetan. Erstere hingegen ist nach Deci und Ryan nur durch die Befriedigung der drei angeborenen menschlichen Grundbed├╝rfnisse zu erreichen: Autonomie, Kompetenz und soziale Eingebundenheit. Was das mit Computer- und Videospielen zu tun hat? Eine ganze Menge.

Read the rest of this entry »


Die besten Videospiele des Jahres 2013

December 19, 2013

Wer meine Artikel kennt, wei├č, dass Spiele f├╝r mich ├╝berhaupt nur dann interessant sind, wenn sie einzigartig sind und eine karge Stelle in der Spielelandschaft mit Leben f├╝llen. Das hei├čt nicht, dass sie sich zwangsl├Ąufig jeder Genre-Klassifizierung entziehen m├╝ssen, allerdings sollten sie in jedem Fall einiges signifikant anders machen als ├Ąhnliche Titel. Hinzu kommt, dass ich nicht gerne meine interaktiven Einwirkungsm├Âglichkeiten beschnitten sehe und auch nicht gerne tatenlos darauf warte. Gute Spiele m├╝ssen f├╝r mich effizient sein, mich idealerweise in jeder Sekunde vollkommen fesseln und immer wieder vor neue Herausforderungen stellen. Der prim├Ąr den Spielspa├č bestimmende Faktor ist f├╝r mich, meinen eigenen Fortschritt zu beobachten. Gute Spiele m├╝ssen mich stetig dazulernen und meine F├Ąhigkeiten (nicht nur die meines Avatars) verbessern lassen. Aus all diesen Faktoren sollte sich schon ableiten lassen, dass in meiner Jahresbestenliste keine auf Nummer sicher gehenden “Blockbuster-Spiele” und keine “Deluxe-Klone” zu finden sein werden. In diesem Sinne: Viel Spa├č beim St├Âbern und (vielleicht) neu Entdecken!

Read the rest of this entry »


Digitale Brett- und Kartenspiele: Empfehlungen, die Zweite

August 20, 2012

Im zweiten Teil der Empfehlungen von digitalen Umsetzungen diverser Brett- und Kartenspiele kommen diejenigen Spiele zum Zug, die entweder vom zugrunde liegenden System her nicht die Tiefe bzw. die Entscheidungsvielfalt und M├Âglichkeiten einiger im ersten Teil genannten Spiele aufweisen oder in ihrer digitalen Umsetzung schw├Ącheln. Die jeweils in Kauf zu nehmenden Abstriche sind bei jedem Spiel kurz angedeutet und kommen in zwei Varianten vor:

  • Empfehlungen mit marginalen Abstrichen sind beinahe genauso gut wie die uneingeschr├Ąnkten Empfehlungen des ersten Teils und haben z.B. kleinere Design-Probleme.
  • Empfehlungen mit merklichen Abstrichen sind an sich nicht schlecht, haben aber gr├Â├čere Probleme und sind eher f├╝r Fans des jeweiligen Genres oder Themas gedacht.

Dennoch sind die n├Ąchstgenannten Spiele allesamt einen Blick wert und ebenso wie die Empfehlungen des ersten Teils kostenlos zu haben und gegen den Computer spielbar.

Read the rest of this entry »